Unser Verband will deutsche Infektionsforscherinnen vernetzen und nachhaltig sichtbar machen

Das Vorhaben „Verband deutscher Infektionsforscherinnen – eine Netzwerkinitiative“ der RWTH Aachen hat es als Ziel, ein nationales Netzwerk für Infektionsforscherinnen zu bilden, das in einer Verbandsgründung verstetigt wird. Die Netzwerkinitiative Infect-Net dient der erhöhten Sichtbarkeit der Infektionsforscherinnen und ihrer Etablierung als Expertinnen zur Förderung einer geschlechtergerechten Wissenschaftskommunikation. Infect-Net widmet sich insbesondere dem Dialog mit Gesellschaft, Wirtschaft und Politik im Bereich der proaktiven Infektionsaufklärung.

Neben gezielten Informationsveranstaltungen werden klassische und elektronische Massenmedien als Kommunikationsmittel verwendet. Eine Expertinnen-Suchmaschine wird der Kontaktaufnahme durch Medien und Politik für Beratungszwecke dienen. Die Maßnahmenpakete von Infect-Net umfassen neben der Öffentlichkeits- und Medienarbeit auch monatliche Netzwerktreffen, Workshops, Vortragsreihen und Mentoring-Programme. Die erfolgreiche Etablierung des Netzwerks mündet in der Gründung des Verbands deutscher Infektionsforscherinnen. Der Verband gewährleistet langfristig die Anerkennung der wissenschaftlichen Leistung deutscher Infektionsforscherinnen und ermöglicht ihnen eine nachhaltige Prägung der Wissenschaftspolitik im Bereich des globalen Gesundheitswesens. Die Gründungsgruppe des Infect-Net-Netzwerks besteht aus 30 an deutschen Forschungsinstitutionen tätigen Infektionsforscherinnen. Das Netzwerk wird im Laufe der Fördermaßnahme auf etwa 80 Mitglieder erweitert.


Unsere Vorständinnen sind renommierte Infektionsforscherinnen aus ganz Deutschland

Zehn Infektionsforscherinnen stehen hinter der Idee von Infect-Net und fungieren bis zur Verbandsgründung als Vorständinnen. Offizielle Sprecherin von Infect-Net ist Gabriele Pradel von der RWTH Aachen University.

Melanie Brinkmann

Technische Universität Braunschweig

Iris Bruchhaus

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Sandra Ciesek

Universitätsklinikum Frankfurt

Petra Dersch

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Antje Flieger

Robert Koch-Institut, Wernigerode

Bettina Löffler

Universitätsklinikum Jena

Gabriele Pradel

RWTH Aachen University

Clarissa Prazeres da Costa

Technische Universität München

Ulrike Protzer

Technische Universität München

Beate Sodeik

Medizinische Hochschule Hannover

Unsere Arbeitspakete erschaffen Kommunikationsmöglichkeiten und Zugang zu Expertise

Das Förderprojekt Infect-Net umfasst sieben Arbeitspakete:

  1. In dem Arbeitspaket „Homepage und Öffentlichkeitsarbeit“ werden eine Homepage sowie Social-Media-Konten errichtet, über die Infect-Net öffentlich sichtbar ist und kommunizieren kann.
  2. In dem Arbeitspaket „Medienarbeit inkl. Suchmaschine“ werden Beiträge zu aktuellen Themen der globalen Gesundheit erstellt und eine Suchmaschine entwickelt, mit deren Hilfe passende Expertinnen für diverse Medienformate mit wissenschaftlichen Inhalten vermittelt werden können.
  3. In dem Arbeitspaket „Netzwerktreffen“ werden monatliche digitale und halbjährliche Präsenztreffen abgehalten, um die strukturelle Umsetzung von Infect-Net zu besprechen und den wissenschaftlichen Austausch zu fördern.
  4. In dem Arbeitspaket „Workshops“ werden an die Präsenztreffen angegliederte Workshops angeboten, die Themen rund um Netzwerk- und Medientraining behandeln.
  5. In dem Arbeitspaket „Rotierende Vortragsreihe“ werden wechselnde Vortragsreihen an den Heimatinstitutionen der Infect-Net-Mitglieder abgehalten.
  6. In dem Arbeitspaket erfolgt das „Mentoring und Nachwuchsförderung“ innerhalb des Netzwerkes.
  7. In dem Arbeitspaket „Verbandsaufbau inkl. Beratungsgruppe und Ausgründung“ bereitet die Gründung und Verstetigung des Verbands deutscher Infektionsforscherinnen vor.


Infektionsforscherinnen gleichstellen und eine weibliche Perspektive in der Wissenschaftspolitik verankern

Die Netzwerkinitiative Infect-Net wird nach erfolgreicher Umsetzung der Fördermaßnahme in der Gründung des Verbands deutscher Infektionsforscherinnen münden. Der Verband hat die übergreifende Aufgabe, einen dauerhaften Dialog der Infektionsforscherinnen mit Gesellschaft, Wirtschaft und Politik im Sinne einer proaktiven Infektionsaufklärung zu gewährleisten und sie als Expertinnen in der Wissenschaftsgemeinschaft zu verankern. Zu den Aufgaben des Verbands deutscher Infektionsforscherinnen gehören, die Gleichstellung der Infektionsforscherinnen in der deutschen Forschungslandschaft zu sichern und ihre Präsenz in wissenschaftspolitisch relevanten Gesellschaften, Gremien und Kommissionen zu gewähren und dadurch die deutsche Wissenschaftspolitik im Bereich des globalen Gesundheitswesens nachhaltig zu prägen.