Dr. rer. nat.
Rosa Isela Gálvez
Ich bin in Peru geboren und aufgewachsen und kam mit 19 Jahren ohne Deutschkenntnisse hierher. Nach dem Erlernen der Sprache studierte ich Biologie (Bachelor & Master) an der Universität Hamburg. Ich promovierte am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) zur Rolle von T-Zellen bei der Chagas-Erkrankung. Meine Promotion wurde durch ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Anschließend arbeitete ich drei Jahre als Postdoktorandin am La Jolla Institute for Immunology (USA) in den Forschungsgruppen von Alessandro Sette und Daniela Weiskopf, mit Schwerpunkt auf T-Zell-Antworten gegen SARS-CoV-2 und tropische Virusinfektionen wie Dengue und Chikungunya. Seit meiner Rückkehr nach Deutschland bin ich Postdoktorandin am BNITM und Junior PI im Sonderforschungsbereich 1713, wo ich die Auswirkungen maternaler Immunaktivierung auf die kindliche Immunentwicklung untersuche.

Dr. rer. nat. Rosa Isela Gálvez
Immunologie
Forschung
Als Migrantin und als Mutter kenne ich strukturelle Hürden in der Gesellschaft, aber auch das Potenzial, das aus Vielfalt erwächst. Repräsentation, Zugang zu Ressourcen und echte Teilhabe sind mir zentrale Anliegen. Gleichzeitig liegt mein wissenschaftlicher Fokus auf Infektionen, die oft im Schatten globaler Forschung stehen, insbesondere armutsassoziierte und vernachlässigte Erkrankungen. Diese Krankheiten betreffen vor allem vulnerable Bevölkerungsgruppen und sind häufig mit begrenzten Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten verbunden. Mein langfristiges Ziel ist es, durch immunologische Grundlagenforschung neue und effektive Strategien zu entwickeln, um den Zugang zu Diagnostika, Therapien und Präventionsmaßnahmen für diese Erkrankungen zu verbessern.
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf der zellulären Immunität, insbesondere auf der Rolle von T-Zellen bei armutsassoziierten und vernachlässigten Erkrankungen. Dabei konzentriere ich mich auf Infektionen wie Chagas sowie auf emergente Erkrankungen, die geografisch oft mit diese überlappen, insbesondere tropische Virusinfektionen wie Dengue und Chikungunya. Da das Immunsystem seine Entwicklung bereits vor der Geburt beginnt, untersuche ich im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB 1713, wie maternale Immunaktivierung die kindliche Immunentwicklung und somit die langfristige Immunantwort beeinflusst.
Sonstiges
Wie ein kubanisches Lied sagt: „No hay que llorar, que la vida es un carnaval.“ Trotz aller Herausforderungen als Latina, Mutter und Wissenschaftlerin habe ich gelernt: Mit guter Laune und Durchhaltevermögen lassen sich Arbeit und Familie vereinen. Freundlichkeit und Ausdauer sind der Schlüssel zum Erfolg.